Am 18. November 2025 fand im Quartier Regenstein die 1. Kinder- und Jugendkonferenz statt. Eingeladen hatte der GVS, die Moderation lag in den Händen von GVS-Quartiersmanagerin Ines Kühnel. Zahlreiche Fachkräfte, Einrichtungen und Institutionen kamen zusammen, um sich über die aktuelle Situation von Kindern, Jugendlichen und Familien auszutauschen und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln. Schon die breite Beteiligung zeigte, welche Bedeutung dem Thema in Blankenburg beigemessen wird.
Im Mittelpunkt standen die wachsenden Herausforderungen im Quartier, wie die zunehmende Verdichtung von Problemlagen, Fragen der Schulverweigerung, belastete und komplexe Familiensituationen sowie der Bedarf an geschützten Begegnungsräumen für Kinder, Jugendliche und Eltern. Besonders hervorgehoben wurde die enge Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätte, Jugendamt und weiteren Partnern im Quartier. Die gute Anbindung der Angebote vor Ort wurde als entscheidender Vorteil benannt. Familien benötigen Unterstützung möglichst früh, niedrigschwellig und in ihrem direkten Lebensumfeld. Ein funktionierendes Netzwerk kann dazu beitragen, Belastungen rechtzeitig zu erkennen, Vertrauen aufzubauen und passgenaue Hilfen zu vermitteln.
Ein weiteres zentrales Thema war die Frage, wie bestehende Angebote noch besser genutzt und sinnvoll ergänzt werden können. Hierzu soll die Abstimmung zwischen der Stadt Blankenburg und den beteiligten Trägern weiter intensiviert werden. Dabei wurde deutlich, dass es nicht nur um zusätzliche Maßnahmen geht, sondern auch um eine bessere Abstimmung zwischen den beteiligten Akteuren. Ziel ist es, Kräfte zu bündeln, Doppelstrukturen zu vermeiden und dort anzusetzen, wo Unterstützung besonders dringend gebraucht wird. Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Blankenburg und den beteiligten Trägern soll deshalb weiter intensiviert werden.
Sehr erfreulich war die Teilnahme von zwei Vertretern des Stadtrates. Ihr Interesse und ihre Präsenz unterstreichen, dass die Belange von Kindern, Jugendlichen und Familien nicht nur einzelne Fachbereiche betreffen, sondern eine Aufgabe für die gesamte Stadtgesellschaft sind. Der Sozialausschuss der Stadt Blankenburg wird sich in der kommenden Sitzung mit den Ergebnissen der Konferenz und weiteren Schritten befassen.
An der Konferenz beteiligten sich Vertreter des Landkreises Harz aus dem Bereich Frühe Hilfen, des Jugendamtes, der Schulsozialarbeit an der Grundschule „Am Regenstein“ sowie der Sekundarschule „August Bebel“, der Kita „Am Regenstein“, der GVS-Frühförderstelle, der Stadt Blankenburg im Bereich Jugendarbeit, des Stadtrates, der Lebenshilfe Wernigerode und Quedlinburg sowie des Jugendzentrums JUZ.
Die Konferenz hat deutlich gemacht: Im Regenstein gibt es Herausforderungen, die nur mit einem engagierten Netzwerk zu bewältigen sind, das gemeinsam Verantwortung für gute Entwicklungsbedingungen und faire Chancen aller Kinder und Jugendlichen im Quartier übernimmt.









